Färbeunfall – was jetzt?

Färbeunfall – was jetzt?

Jede Frau experimentiert gerne mit ihrer Haarfarbe. Von blond zu schwarz, von rot zu braun – das Haarefärben gehört schon seit 3000 Jahren zur Kultur der Menschen. Schon im alten Rom färbten sich die Frauen die Haare mit pflanzlichen Färbemitteln. Bis heute hat sich nichts an der Einstellung zu einer anderen Haarfarbe geändert. Aber was ist zu tun, wenn die Farbe anders aussieht als gewollt oder die Haare brüchig werden? Wir geben Ihnen ein paar Tipps, die helfen können:

Die Haare dunkler färben

Wenn die Haare ungleichmäßig sind oder sich der Ansatz von der restlichen Haarfarbe abhebt, dann ist die einfachste Lösung eine dunkle Tönung. Denn diese greift das durch die Färbung strapazierte Haar weniger an und sorgt für einen gleichmäßigeren Farbton. Wenn Sie nicht auf eine Färbung verzichten möchten, sollten Sie ein paar Tage abwarten und dann nachfärben.
Sollte die Haarfarbe hellbraun, statt dunkelbraun werden? Kein Problem, hier bieten sich „Color Remover“ an, die in Drogeriemärkten oder direkt beim Friseur gekauft werden können. Diese entziehen den Haaren nach und nach die Farbpartikel, sodass die Haare wieder heller werden.

Hausmittelchen

1.Tipp:

Vitamin C ist der Alleskönner, wenn es um das Thema „Haar“ geht. Wenn die Haare entfärbt werden sollen, dann hilft eine Vitamin C Maske. Hierfür einfach zwei bis drei Vitamin C Tabletten zerstoßen und mit Wasser zu einer Paste verrühren. Die Paste auf den Haaren verteilen und einwirken lassen. Nach 30 Minuten die Haare gründlich auswaschen. Diesen Vorgang in den folgenden Tagen wiederholen, bis das Haar die gewünschte Farbe erreicht hat.

2.Tipp:

Auch ein Schuppenshampoo sorgt, durch eine stärkere Reinigung als bei herkömmlichen Shampoos, für das verblasen der Farbe und so für die Aufhellung. Nach drei bis vier Tagen lassen sich Resultate sehen.
Eine riskante Notfalllösung wäre, die Haare mit Waschpulver oder Spülmittel zu waschen anstatt mit Shampoo. Auch hier werden den Haaren Farbelemente entzogen. Der große Nachteil: Die Haare müssen sehr gründlich ausgewaschen und auch hinterher gut gepflegt werden, da sonst die Haare austrocknen.

3. Tipp:

In Wasser aufgelöstes Aspirin entzieht blondiertem Haar den Grünstich, der gelegentlich durch eine chemische Reaktion von Blondierung und Färbung auftritt. Dazu 0,5l Wasser mit zwei Aspirin-Tabletten mischen, gut umrühren und langsam über das Haar gießen oder das Haar 3 Minuten darin baden.

Wenn alle Tipps erfolglos bleiben, hilft nur noch der Gang zum Friseur um die Haare chemisch aufzuhellen. Aber gerade für bereits gefärbte Haare, die schon strapaziert sind, muss anschließend genügend Pflege aufgewendet werden, damit die Haare nicht kaputt gehen. Am besten durch Haarkuren und Haarmasken dem Haar genügen Feuchtigkeit und Nährstoffe zuführen, damit es sich erholen kann. Wenn all das nicht hilft, dann ist es Zeit für eine radikale Typveränderung durch eine moderne Kurzhaarfrisur.

Pflege der kaputten Haare

Damit das Haar beim Färben nicht kaputt geht und hinterher nicht strohig und trocken aussieht, helfen ein paar Tricks, die strapazierte Haare vorbeugen:

  • Fragen Sie vor dem Färben Ihren Friseur nach passenden Pflegemitteln für Ihren Haartyp. Er kann Ihnen genau sagen was Sie beachten und was lieber vermeiden sollten.

  • Verwenden Sie nur Produkte für coloriertes Haar. Diese Produkte verhindern kaputte Spitzen, stumpfe Farben und sorgen für glänzende Haare.

  • Spitzen die schon vor dem Färben kaputt sind, nehmen kaum noch Farbe auf. Entweder Sie lassen sich vorher die Spitzen schneiden oder beugen mit speziellen Haarmasken vor.

  • Greifen Sie lieber öfter zu dunkleren Tönen als zu hellen. Denn Grundsätzlich gilt: Die Haare dunkler färben greift das Haar weniger stark an, als das Aufhellen.

  • Verwenden Sie am besten Naturfarben aus dem Bioladen. Hier werden Ahorn und Henner zum Färben verwendet. Dadurch wird das Haar geschützt und bleibt gesund.